Forschung

Das Kernthema der Forschung der Schädel,- Kiefer- und Gesichtschirurgie liegt in der Regeneration des Gesichtsschädelknochens nach Frakturen, Zahnentfernung und Tumoren.

Unsere Universitätsklinik befasst sich seit Jahren mit der Osteosynthese des Gesichtsschädelknochens. Präklinische und klinische Studien sowie die ex vivo Studie (biomechanische Studie) haben zur Entwicklung und Anwendung von neuen Biomaterialien und Operationstechniken und zahlreichen innovativen Osteosynthese-Systemen geführt, welche eine breite Anerkennung und Anwendung, wie z. B. zur Prävention pathologischer Frakturen, finden. Unter Verwendung modernster Techniken wird die Osteosynthese des Gesichtsschädels weiterentwickelt und optimiert. Forschungsschwerpunkte auf diesem Gebiet sind die virtuelle präoperative Planung und die Herstellung von gedruckten Implantaten zur Gesichtsrekonstruktion. Im klinischen Bereich umfasst unsere Forschungstätigkeit die Prävention- und Therapiemassnahmen der Bisphosphonat-assoziierte Osteonekrosen der Kiefer. Ein Grossteil dieser Untersuchungen wird in enger Zusammenarbeit mit anderen schweizerischen und internationalen Forschungsinstituten durchgeführt.

Im präklinischen Bereich umfasst der Aufgabenbereich unserer Forschungsgruppe für die Knochenregeneration & Biomaterialien die Entwicklung verschiedener Knochenaugmentationsmethoden in vivo und in vitro. Es handelt sich um klinisch angewandte Forschung, in der verschiedene Knochenersatzmaterialien und Zahnimplantate vor der klinischen Anwendung wissenschaftlich untersucht werden. Die Entwicklung von neuen Knochenersatzmaterialien läuft auf zwei Ebenen: synthetisch-resorbierbare und kollagen-basierte Biomaterialien. Zudem haben wir unsere langjährige Kernforschung über die Knochenregeneration ausgeweitet, indem der Schwerpunkt zunehmend auf Interaktionen zwischen dem Basisknochen und dem Periost fokussiert wurde. Die Beurteilung des in vivo Verhaltens der Biomaterialien hinsichtlich klinischen Aspektes schreibt unserem Labor aus industrieller Sicht eine grosse Bedeutung zu.

Geforscht wird im:

Bereich klinische Studie

  • Frakturheilung
  • Trauma
  • Bisphosphonat-assoziierte Osteonekrosen der Kiefer
  • Perioperatives Management und Hämodynamik bei mikrovaskulären Rekonstruktionen in der Kopf-/ Halschirurgie (Forschungskollaboration mit Prof. Patrick Wüthrich, Anästhesie)
  • Traumatologie (Kollaboration Universitäres Notfallzentrum Prof. A. Exadaktylos)
  • Regenerative Verfahren in der ästhetischen Kieferchirurgie


Bereich präklinische Studie (Department for BioMedical Research, DBMR)

  • Knochenregeneration
  • Biomaterialien
  • Prävention der Alveolarknochenatrophie
  • Orale Implantologie
  • KI-gestützte Analyse in der zahnärtzlichen und kieferchirurgischen Radiologie (Kollaboration ZMK Bern, Prof. Ralf Schulze)

Das Forschungsteam setzt sich aus internationalen wissenschaftlichen Mitarbeiter / Forscher (clinical and scientific fellowship) zusammen. Wir pflegen zudem eine aktive Zusammenarbeit mit verschiedenen ausländischen Universitäten, Forschungsinstituten sowie mit der Industrie. Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit konnten wir das Spektrum unserer klinischen Forschung erweitern, wodurch sie an Vielfältigkeit gewonnen hat.